• News
      Über uns
      Leistungen
      Presse
      Service
      Kontakt
      Impressum
  •     
    Grabgestaltung
    Dauergrabpflege
    Trauerfloristik
    Schleifendruck
    Hallendekoration
    Grabdekoration
    Bilderservice
            

    Eine Grabanlage entsteht...

    Auf dieser Seite möchte ich Ihnen zeigen, wie in der Regel eine Grabneuanlage entsteht. Die vorgestellte Anlage ist real und tatsächlich so auf einem Friedhof angelegt worden. Ebenso sind die einzelnen Schritte keine 'gestellten' Aufnahmen, sondern werden von uns bei jeder Grabanlage so durchgeführt.

    Am Anfang steht immer der Ortstermin auf dem Friedhof. Viele Kunden meinen, wir könnten eine Gestaltung auch in unserer Firma besprechen, aber der Eindruck 'vor Ort' ist unersetzlich. Wie ist die Lage der Grabstätte? Der Sonnenverlauf? Die Bodenverhältnisse? Wie ist der Stein gearbeitet? Wie sind seine Proportionen? Die Farbe? Wie sind die Wegeverhältnisse? Läßt sich die Grabstätte gut mit  Auto und Anhänger erreichen oder muß ein spezielles Fahrzeug eingeplant werden?

    All dies sind Vorüberlegungen, die nur an der Grabstätte selber besprochen werden können. Wir planen für Ortstermine deswegen immer mindestens eine Stunde Zeit ein, um in Ruhe über alles sprechen zu können. Gerne führen wir Sie auch zu Grabstätten, die wir auf demselben Friedhof bereits angelegt haben, um Ihnen weitere Anregungen oder eine Vorstellung davon zu geben, wie sich Gehölze im Laufe der Zeit entwickeln.

    Auf der Basis der ersten Gespräche fertigen wir noch an der Grabstätte eine grobe Skizze an, in der alle relevanten Gestaltungselemente enthalten sind. In diesem Fall war eine Gestaltung mit zwei gleich großen Dreiecken gewünscht, die durch einen Weg getrennt sind. Am oberen Ende des Weges - auf der Seite des Verstorbenen - wird das Grablicht plaziert. Zur Wechselbepflanzung ist eine Schale in der unteren rechten Ecke vorgesehen, als Rahmenbepflanzung kommen drei Buchsbaum-Kugeln unterschiedlicher Größe zum Einsatz. Die Bodendecker für die Dreiecke sind Waldsteinia und Euonymus.

    Alle Pflanzen konnten auf dem Friedhof vorgestellt werden. Sollte dies nicht möglich sein, vereinbaren wir selbstverständlich auch einen Termin in unserer Firma, wo wir gängige und manchmal auch ungewöhnliche Gehölze und Pflanzen vorhalten. Eine mehrere Jahre alte Mustergrabanlage hilft, die Entwicklung der Pflanzen zu beurteilen.

    Aus der groben Skizze wird schließlich eine maßstäbliche Zeichnung gefertigt, die die Grundlage für das Angebot bildet.

    Im Falle einer Angebotsannahme wird die Anlage schnellstmöglich ausgeführt. Hierbei können jedoch verschiedene Faktoren bremsen, auf die wir keinen Einfluß haben. Insbesondere die Wetterverhältnisse und die Pflanzenverfügbarkeit stellen die Nerven des Ausführenden auf eine harte Probe...

    Die hier gezeigt Anlage wurde zum Beispiel im Winter 2011 besprochen und angeboten, kam aber erst im Februar / März 2012 zur Ausführung. Sollte eine Ausführung aus welchen Gründen auch immer nicht kurzfristig möglich sein, werden wir ein Provisorium erstellen.

    Das Bild zeigt jetzt den ersten Schritt: Die Fläche der Bodendecker und Rahmenbepflanzung wurde mit einer Fräse gelockert und mit Harke und Rechen egalisiert. Gleichzeitig wurde zur Bodenverbesserung Blumenerde eingearbeitet und die gesamte Fläche mit einem Depotdünger aufgedüngt. Als Orientierung für die Grenzen der Bodendeckerflächen wurde ein Schnurgerüst eingemessen.

    Im nächsten Schritt wird zuerst die Rahmenbepflanzung angelegt. Dabei ist darauf zu achten, nicht auf die gelockerten Flächen zu treten, da der Boden ansonsten unnötig verdichtet wird, was ein Anwachsen des Bodendeckers erschwert. Der 'Gang' zwischen den beiden Dreiecken war hier sehr hilfreich, ansonsten leisten auch Schaltafeln gute Dienste.

    Das obere Bodendeckerdreieck aus Euonymus fortunei 'Emerald 'n Gold' ist gepflanzt. Um ein zügiges Zuwachsen des Bodendeckers und den schnellen Aufbau einer Wurzelkonkurrenz zu diversen Wildkräutern zu gewährleisten, ist eine hohe Pflanzdichte vorzusehen. In diesem Fall besteht das Dreieck aus über 200 einzelnen Pflanzen im 9-cm-Vierecktopf.

    Die fertige Neuanlage. Das untere Dreieck aus Waldsteinia ternata (ca. 120 Stück) ist gepflanzt, ebenso die saisonale Bepflanzung der Schale. Der Gang ist mit Pinienstreu (2/8mm) eingedeckt. Einzig die Laterne muß noch vom Steinmetz geliefert werden.

    Die Bepflanzung ist relativ anspruchslos und unempfindlich. Bei regelmäßigem Schnitt, Wässern und Düngen sollte sie problemlos 10 bis 15 Jahre oder mehr halten. Lediglich die Waldsteinia muß in ihre Schranken verwiesen werden, da dieser sehr wüchsige Bodendecker sich sonst zu sehr ausbreitet.

     

    Die obere Bilderleiste zeigt ein weiteres Beispiel einer Grabanlage. Der Überarbeitungsbedarf dieser Grabstätte war - wie das erste Bild zeigt - sehr hoch. Entsprechend war der Zeitaufwand: Mit etwa 8 Stunden netto muß man für eine solche Anlage rechnen.

    Ein Klick auf das jeweilige Bild führt zu einer vergrößerten Ansicht mit einer kurzen Erläuterung.